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"Ich muss nicht in der ersten Reihe stehen"

Helmut Meinen verlässlicher Motor beim DRK

Helmut Meinen an einem der Kochkessel.

Majoran und Petersilie vervollständigen am Ende zwar die feine Würze, doch die entscheidende Zutat, die die Erbsensuppe des Böseler DRK so schmackhaft macht „heißt Liebe“, sagt Helmut Meinen. Den kulinarischen Klassiker mit herzhaftem Fleisch und Gemüse bereitet der 48-Jährige nicht nur zu, sondern isst ihn auch immer noch am Liebsten. „Zu Hause bekommst du das nie so hin“, weiß er mit Blick auf die 100 Liter fassenden Kessel, in denen die Suppe mit einem überdimensionalen Schneebesen noch einmal umgerührt wird, bevor riesige Schöpflöffel eintauchen. „Aus einem großen Pott schmeckt es einfach besser“, unterstreicht der Böseler.

Über seine Schwester Inge ist er vor 31 Jahren zur DRK-Bereitschaft gekommen und hatte schon damals die Verpflegung im Visier. Kochen war nie ein Problem, das hat er bereits als Kind von seinem Vater gelernt. „Nur die großen Portionen für Hunderte von Leuten waren zu Anfang natürlich nicht ganz so einfach, aber mit ein bisschen Hilfe und Übung ging es dann gut von der Hand“, erinnert sich Meinen.


Seine Kollegen schätzen seine Hilfsbereitschaft und absolute Zuverlässligkeit. Für ihn ein Grundprinzip. „Wenn ich etwas verspreche, dann halte ich es auch“, sagt der zweifache Vater. Klare Worte sind ihm lieber als Rumdruckserei und sich ehrenamtlich zu engagieren, gehört für ihn zum gesellschaftlichen Leben. Beruflich hat sich Obst- und Gemüsefachverkäufer umorientiert und arbeitet als Maschinenbediner nachts bei einem Cloppenburger Unternehmen.

Sein Arbeitgeber akzeptiert seinen ehrenamtlichen Dienst und sollte er zu großen Einsätzen, wie beispielsweise den Brand beim c-Port gerufen werden, "kann ich gehen". Für Veranstaltungen wie das Pfingstzeltlager des Oldenburger Schützenbundes sowie die Euro-Musiktage nimmt er sich frei. Unvergessen der internationale Erste-Hilfe-Wettbewerb "FACE" in Oldenburg. Bei dem Bösel die Verpflegung übernahm, "und der für uns schon eine besondere Heruaforderung darstellte." Gekocht wird "eigentlichalees, was der Kunde möchte und was logischtisch möglich ist", informiert Meinen und verweist auf die professinelle Ausrüstung der Bereitschaft am Görlitzer Weg, zu der auch drei Feldküchen gehören. Hiygienevorschriften spieten eine große Rolle und seien selbstverständlich ohne Ausnahme einzuhalten. "Deshalb trage sogar ich mit meiner Frisur eine Kopfbedeckung", erklärt der leidenschaftliche Hobbykoch schmunzelnd. 

Die vielfältigen Aufgaben "bei meinem Verein"sowie die Geselligkeit, der Spaß und ds Miteinander rechnet er hoch an und sie seien ein schöner Ausgleich zum beruflichen Alltag. Der Sanitäter konzentriert sich jedoch weniger auf die Rettungseinsätze, sondern kümmert sich neben der Verpflegung "um alles, was anfällt".

So ist er beim Blutrspendedienst dabei und organisiert das Büffet, hängt Plakate auf, chauffiert das Jugendrotkreuz und stellt sich bei Bedarf auch als "Verletzter" bei Rettungsübungen zur Verfügung.

Sich fest an Funktionen zu binden, beispielsweise in Form eines Gruppenleiter, liege ihm nicht so sehr. Er möchte die Bereitscahft zwar verlässlich, aber felxibel unterstützen. Das mache er sehr gerne auch hinter den Kulissen. Denn:"Ich muss nicht in der ersten Reihe stehen, selbst wenn ich es könnte."


(Quelle: Aus Münsterländischer Tageszeitung vom 04.04.2012)

4. April 2012 01:51 Uhr. Alter: 6 Jahre