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DRK Unterkunft - Rotkreuzler ohne Dach überm Kopf

Kein Geld für Dachgeschoss-Ausbau – Baukosten höher als erwartet

Das Jugendrotkreuz sollte eigentlich im Dachgeschoss einen eigenen Raum bekommen. Dieser entfällt nun.

Der begonnene Dachrückbau.

Helfer beim Rückbau der Dachkonstruktion aus Stahl.

Bösel Schon seit zwei Wochen sind die Helfer der DRK-Bereitschaft Bösel fleißig damit beschäftigt, die Sanierungsarbeiten an der Unterkunft an der Görlitzer Straße voranzutreiben. So wurden das Mobiliar und das Material, das sich im mittleren Bereich der Unterkunft befand, verpackt und extern eingelagert. „Hierfür stellen einige Rotkreuzler ihre privaten Räumlichkeiten zur Verfügung“, sagt Bereitschaftsleiter Ludger Burmann. Danach konnte der Rückbau des Gebäudes durch die ehrenamtlichen Helfer beginnen.

Die Stahlhalle – der Mittelbau der Unterkunft – war 1980 durch die Gemeinde Bösel errichtet und als Bauhof genutzt worden und wird nun abgerissen. Dies war erforderlich, da das Flachdach undicht war, Feuchtigkeit in den Wänden aufstieg, die Isolierung des Gebäudes mangelhaft und die Heizung überaltert war.

Die Mitglieder der Böseler Bereitschaft haben das Gebäude in Eigenleistung entkernt, den Bauschutt getrennt und fachgerecht entsorgt. Der Abriss des restlichen Gebäudes wird zeitnah erfolgen. Dann wird ein Bagger die Innen- und Außenwände einreißen und die Stahlhalle freilegen.

Der Wiederaufbau des Gebäudes erfolgt durch ein Bauunternehmen, begonnen werden soll damit Anfang Mai. Das neue Gebäude erhält ein Satteldach. Die ursprünglich geplanten Ausbauten im Obergeschoss, hier waren ein Lager und Räumlichkeiten für das Jugendrotkreuz geplant, werden voraussichtlich entfallen müssen, da das Budget aufgrund von veränderten Anforderungen an die Statik zusätzlich belastet wurde.

Einen Teil der handwerklichen Arbeiten werden die Böseler DRK-Mitglieder erledigen, da durch die beruflichen Fertigkeiten der Helfer fast alle Gewerke am Bauvorhaben vertreten sind.

Künftig finden die Blutspendetermine in der neuen Unterkunft statt. Derzeit finden diese in der Grundschule und ausschließlich in den Ferien statt. Wegen der offenen Ganztagsschule mit Nachmittagsbetreuung gibt es zurzeit dazu keine Alternative.

In den Ferienzeiten ist die Beteiligung an den Blutspendeterminen aber nur mäßig. Im fertiggestellten DRK-Gebäude wird man bei der Termingestaltung flexibler sein können.

Die Baumaßnahme wird mit 185000 Euro durch den DRK-Kreisverband Cloppenburg unterstützt. Weitere 40000 Euro müssen durch Eigenleistung und Spenden aufgebracht werden. „Wir sind auf die Hilfe der Böseler angewiesen und hoffen auf finanzielle Unterstützung“, sagt Burmann. Aus diesem Grund werden sich in den kommenden Wochen Böseler Helfer auf den Weg machen und in Form von Haussammlungen um Spenden zu bitten. Spenden können auch auf das Spendenkonto 1436200 bei der Volksbank Bösel (Blz 28062913), Verwendungszweck „Sanierung DRK Bösel“, gezahlt werden. „Wir hoffen, dass die Bauarbeiten zu den Euro Musiktagen abgeschlossen sind“, so Ludger Burmann.

Die DRK-Bereitschaft Bösel wurde 1966 gegründet und zählt etwa 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Die Aufgaben umfassen die Durchführung der Blutspendetermine, Altkleidersammlungen, Sanitätsdienste, Verpflegungseinsätze, Erste Hilfe Ausbildung, First Responder Einsätze und die Mitarbeit in der Einsatzeinheit Nord. (Quelle: Aus NWZ-online vom 23.04.2013 von Wilfried Leser)

23. April 2013 08:18 Uhr. Alter: 5 Jahre